Ablauf

Erstes Treffen: Kennenlernen, Auswahl der Stationen und Bilder

Wir besuchen die Familie und ihren Angehörigen oder ihre Angehörige, der oder die an Demenz erkrankt ist. In lockerer Atmosphäre lernen wir uns kennen. Im Verlauf des Gesprächs überlegen wir gemeinsam mit den Angehörigen, an welche Stationen im Leben sich der Demenzpatient oder die Demenzpatientin mit Freude erinnert und welche ihm oder ihr besonders wichtig waren. Diese Stationen bilden die Grundstruktur des Memoriafilms. Beispiele dafür können die eigene Kindheit, die erste Liebe, die eigene Hochzeit, gemeinsame Urlaube, besondere Weihnachtsfeiern oder die Geburt der Kinder sein.

Stehen die Stationen fest – meist zwischen sieben und zehn – wählt die Familie gemeinsam das dazugehörige Foto- und Filmmaterial aus. In der Regel umfasst eine Station fünf bis zehn Fotografien. Wichtig ist auch der Soundtrack des Films. Die Angehörigen und der Hauptdarsteller des Films wählen die Lieder, die eine Rolle in seinem Leben gespielt haben.

Zweites Treffen: Übergabe der Bilder, Interviews mit dem Hauptdarsteller und den Angehörigen

Bei unserem zweiten Treffen übernehmen wir die gesammelten Foto- und Filmaufnahmen. Diese werden von uns katalogisiert, digitalisiert, ggf. restauriert und chronologisch in den Memoriafilm eingearbeitet. Nun folgen die Interviews. Dabei erzählen der Partner oder die Partnerin, Kinder oder enge Freunde und Verwandte von Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen. Die Stationen des Films dienen als Orientierung. Zusätzlich können sich Angehörige zu den Besonderheiten und Vorlieben des Patienten oder der Patientin äußern. Diese Information kann vor allem für das Pflegepersonal von großem Nutzen sein.

Drittes Treffen: Übergabe des fertigen Memoriafilms

Nachdem wir das Material digitalisiert und restauriert haben, bringen wir es im Filmschnitt gemeinsam mit den Interviews in die anfänglich festgelegte Reihenfolge und unterlegen den Film mit der vorab ausgewählten Musik.

Jeder Memoriafilm erhält ein individuelles Menü sowie Vor- und Abspann und wird als DVD überreicht. Außerdem ist der Film – geschützt durch ein persönliches Passwort – über eine Internetplattform abrufbar. So bekommen auch Freunde und Familienangehörige die Möglichkeit, den Film anzusehen. Das digitalisierte Material wird auf einem separaten Datenträger gemeinsam mit der DVD und dem analogen Material überreicht.